Spendenlauf..

Nachdem mein erster Lauf mich wahnsinnig unter Druck gesetzt hat, musste ich mich neu orientieren….!

Ich wollte weiter laufen, das war definitiv klar….aber ohne diesen wahnsinnig mentalen Druck. Ich habe viel von mir erwartet, bin unglaublich ehrgeizig geworden….manchmal zu ehrgeizig! Dies hatte zur Folge, dass mein Körper auf verschiedene Weise rebelliert hat.

Ich bekam muskuläre Probleme…., meine HWS (Halswirbelsäule) hat komplett dicht gemacht. Ich bekam einen ausgeprägten Schwindel, Sehausfälle und habe mir Nachts die Schleimhäute meiner Wangen zerbissen.

Der Schwindel ging soweit, dass ich eines Tages meinen Dienst abbrechen musste und mit einem Fahrdienst nach Hause gebracht wurde. Meine Heilpraktikerin hat mir dann einen kurzfristigen Termin gegeben und sich um mein muskuläres Problem gekümmert. Zum Glück wurde der Schwindel schnell besser (auf das Kopfkino einer Krankenschwester muss ich wohl nicht weiter eingehen…).

Mein Zahnarzt hat mir dann noch zusätzlich Physiotherapie verschrieben um die Kiefermuskulatur etwas zu entspannen.

Mein Physiotherapeut Jens hat mir sehr deutlich ins Gewissen geredet. Ich habe meinem Körper im letzten Jahr sehr viel abverlangt, kaum Pausen eingelegt, immer weiter gemacht…..!

Prinzipiell geht es mir gut mit meiner Veränderung. Ich fühle mich frischer und lebendiger…trotzdem merke ich auch selber, dass ich es teilweise übertreibe.

Ich bin ein Mensch der Extreme…..so wie ich meinen Körper die letzten Jahre konsequent vernachlässigt habe, so verlange ich ihm im Moment, konsequent zuviel ab. Es fällt mir schwer ein Mittelmaß zu finden!

An diesem Punkt kam die Entscheidung für Spendenläufe jeglicher Art. Moderates Laufen für den guten Zweck, ohne diesen wahnsinnigen Zeitfaktor, der mich mental so unter Druck setzt. Ich werde kein Leistungssportler werden, das möchte ich auch nicht, aber ich will weiter laufen.

So kam es jetzt zu meinem ersten Spendenlauf!

Ich hatte wunderbar geschlafen, bin kurz vor dem Klingeln des Weckers aufgestanden und hab mir erstmal einen Kaffee gemacht (ja, tatsächlich Kaffee—kein Druck! ). Mit einem kleinen Frühstück (Kohlenhydrate) hab ich mich dann umgezogen und auf den Weg gemacht( das Glitzerspray hab ich diesmal gegen Sonnencreme eingetauscht, denn es wurde sicher heiß).

Auf gings nach Esslingen zum 7.Lauffieber.

  • Bewegung fürs Leben
  • Aktiv gegen Krebs

Mit den Startgeldern wird das Klinikum Esslingen mit dem interdisziplinären Brustzentrum und dem Zentrum für Gynäkologische Tumorerkrankungen, unterstützt.

Vor Ort angekommen, hab ich erstmal meine Startunterlagen abgeholt.

Bis zum Start war noch Zeit!

Zeit genug, um noch ganz in Ruhe zu trinken, eine Banane zu essen und nochmal die Toilette aufzusuchen.

Ich war deutlich entspannter, als beim ersten Lauf ( zumindest hab ich mir das eingeredet)….. es ging ja nicht um Zeit…nur für den guten Zweck.

Ich finde meine Startnummer steht mir ausgesprochen gut.

Um 10:50 Uhr fiel der Startschuss….die Sonne stand hoch am Himmel und es wurde immer drückender. Zum Glück ging der größte Teil der Strecke durch den Wald, da war es einigermaßen auszuhalten.

Ich versuchte gleichmässig zu laufen, nicht zuviel Geschwindigkeit am Anfang um noch für den Schluß genug Energie zu haben. Leider hatte ich wieder ziemliche Probleme mit meinen Schienbeinen und fing damit durchgehend an mich zu verkrampfen…..das Atmen viel mir schwer(die drückende Hitze tat ihr Eigenes dazu). Die Laufstrecke war zwar eigentlich abgesperrt, aber auch da gab es wieder Einige, die sich darüber hinwegsetzten (Fahrradfahrer,Spaziergänger,ein Pferd und Läufer, die einem entgegen kamen, haben mich zusätzlich ausgebremst bzw.irritiert.)

Sei´s drum…..ganz zum Schluss konnte ich durchaus noch ein paar kleine Reserven aktivieren und bin stolz durchs Ziel. Mein Kreislauf hat mich danach ein wenig im Stich gelassen, aber das gehört wohl auch dazu.

Alles in allem war ich zufrieden mit mir. An meiner mentalen Einstellung werde ich wohl noch arbeiten müssen um den Spaßfaktor für mich persönlich zu erhöhen…..vielleicht muss ich aber auch einfach noch viele, offizielle Läufe laufen, um Routine zu bekommen.

Noch vor gut einem Jahr hätte ich keine 200 Meter geschafft…….

Bei diesem Lauf  hab ich exakt 40,55 Minuten für 5,5 km gebraucht……ich bin stolz auf mich.

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3 Antworten auf „Spendenlauf..“

  1. Liebe Tanja,
    ich habe dich ja erst am Sonntag persönlich kennen gelernt. Chapeau, du hast unglaubliches erreicht. Du strahlst, bist positiv und mit dem starken Willen kannst du alles erreichen, was auch immer dir vorschwebt. Weiterhin viel Glück, Gesundheit und verletzungsfreie Läufe.
    Sigrid

    1. Liebe Sigrid, vielen Dank für deinen netten Kommentar. Es war mir eine Ehre für das Laufschuhwerkteam mitzulaufen. Ich hatte tatsächlich viel Spaß und war glücklich, dass ich es ins Ziel geschafft habe.

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