Geburtstag und Heimweh bis zum Hals!!!

Meine Älteste wird heute 20 Jahre alt…ich kann es kaum glauben.

Wie gestern fühlt es sich an, dass ich realisiert habe, dass ein kleines Wunder in mir sich auf den Weg macht, auf die Welt zu kommen. Lea war von Anfang an ein sehr starkes Kind, schon in meinem Bauch hat sie viel Stress ausgehalten (sowohl emotional, als auch körperlich war ich in dieser Schwangerschaft stark mitgenommen).

Nach 30 Stunden schier nicht endender Wehen, wurde meine Prinzessin per Notkaiserschnitt geboren. Mit fast 4 Kg ein propperes, gesundes Mädchen. Der Start ins Leben war nicht einfach, aber hat sie stark gemacht.

Lea wurde eine sehr taffe, dominante Maus, die immer schon genau wusste, was sie wollte. Im Kindergarten hatte sie es oft nicht leicht, die meisten Kinder konnten mit dieser starken Persönlichkeit nicht umgehen. Jedes Spiel wollte sie bestimmen, jede Regel wurde von ihr aufgestellt.

Wenn ich die Beurteilungen in ihrem Grundschulzeugnis durchgelesen habe, musste ich schmunzeln…..allzusehr erinnerten die Worte an meine Beurteilungen. Tatsächlich wurde sie mir immer ähnlicher, was natürlich auch einiges an Konflikten bereithielt.

Der Weg aufs Gymnasium war für sie eine klare Sache, doch auch da hatte sie es oft nicht leicht. Angefangen von wiederlichem Mitschülermobbing, bis hin zu ihrer Rheumatischen Schmerzerkrankung war alles dabei. Mehrere Aufenthalte in der Garmisch-Partener Rheumaklinik für Kinder, sorgten letztendlich für einen Schulwechsel. Da sie aber nach wie vor sehr Willensstark war, ging sie konsequent ihren Weg weiter.

Sie wusste genau was sie wollte und wir versuchten sie immer auf ihrem Weg zu unterstützen.

Letztendlich hat sie mit knapp 17 Jahren ihre Fachhochschulreife mit Fremdsprachenschwerpunkt und staatlich geprüftem Wirtschaftsassisten abgeschlossen (man merkt es kaum…ich platze vor Stolz!!!) .

Ihr ursprünglicher Plan war es anschließend ein Jahr „Work and Travel“ in Neuseeland zu machen. Auch wenn mir bei der Sache gar nicht wohl war, habe ich mich durchgerungen sie dabei zu unterstützen.

Tja, dann hat uns jedoch die Realität einen Strich durch die Rechnung gemacht. Lea wurde ganz spontan an der Hochschule aufgenommen…damit hat keiner gerechnet….alle anderen, die sich auf diesen Studiengang beworben hatten, hatten mehrer Wartesemester, Lea wurde direkt genommen.

Also wurden die Neuseelandpläne über Bord geworfen und Vorbereitungen fürs Studium getroffen.

Als jüngste Studentin beginnt sie also im Herbst 2016 ihr Studium für Internationales Finanzmanagement.

Im Rahmen dessen, musste sie im Januar diesen Jahres ihre Koffer packen. 2 Pflichtsemester im Ausland. Der Weg führt sie nach Portland USA, genauer gesagt ans Linfield College. Den tränenreichen Abschied findet ihr in meinem früheren Blogpost Nicht alle Mädchen sind aus Zucker Teil 1&2 .

Die Hälfte ist fast geschafft. Lea geht es gut in Amerika. Sie hat tolle Mitbewohnerinnen, das Studium läuft gut und im August beginnt sie mit Cheerleadertraining bei den Linfield-Wildcats.

Im Moment hat sie Semesterferien, die sie bei meinem Schwager und meiner Schwägerin (und natürlich deren Kinder) in Ohio/Cleveland verbringt. Sehr liebevoll wurde sie dort aufgenommen und umsorgt, denn das Heimweh ist schon groß, auf beiden Seiten ! Wir vermissen sie so unglaublich und ganz besonders Heute an diesem besonderen Tag.

Der erste Geburtstag in 20 Jahren, an dem ich sie nicht umarmen kann. Der erste Geburtstag in 20 Jahren, an dem ich keinen Kuchen für sie backen darf. Der erste Geburtstag in 20 Jahren, an dem wir nicht still und leise den Geburtstagstisch für sie herrichten, um dann singend an ihrem Bett zu stehen. Das Päckchen ist noch rechtzeitig angekommen und trotzdem fühlt es sich leer an an meiner Seite. Während ich diese Zeilen schreibe, schläft sie noch. Wenn sie aufwacht und ihr Handy in die Hand nimmt, wird sie meine Worte von heute morgen lesen, die ich ihr kurz nach 6.00Uhr geschrieben habe. Ich weiß, dass auch sie heute dolle Heimweh haben wird, liebt sie doch diese Rituale genauso sehr wie wir.

Wir werden trotzdem nachher für sie singen( da muss sie durch!)….per Facetime werden wir ihr gratulieren, so dass es sich ein bißchen so anfühlt, als wäre sie bei uns am Tisch.

Happy Birthday meine Große!

Wir lieben und vermissen dich ohne Ende…..! In knapp 5 Monaten ist es geschafft und wir können dich wieder real umarmen

 

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3 Antworten auf „Geburtstag und Heimweh bis zum Hals!!!“

  1. Wirklich wunderschöne Worte!! Deiner Tochter das Allerbeste und ganz viel Glück zum Geburtstag! Schön wenn eine Mutter auch auf diesem Weg Ihre Liebe zu ihren Kindern zeigen kann!!

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